Für diejenigen, die unter Angst leiden, bedarf es einigen Ausprobierens, eine wirksame Behandlung zu finden. Angst ist die natürliche Reaktion des Körpers auf Stress, aber für manche kann sie überwältigend und sogar lähmend sein.

In den letzten Jahren wurde Cannabidiol – oder CBD – als ein potenziell wirksames Mittel zur Bekämpfung von Bauchschmerzen, Unruhe und den Sorgen, die oft mit Angstzuständen einhergehen, angepriesen.

Folgendes wissen wir.

Hilft CBD, die Symptome der Angst zu lindern?

CBD ist ein nicht-beeinträchtigendes Cannabinoid in Cannabis. Es wird oft als ein wirkungsvolles Mittel für diejenigen gepriesen, die unter Angstzuständen leiden.

“CBD verfügt über eine Reihe von Eigenschaften, von denen die Menschen anscheinend anekdotenhaft berichten, dass sie bei Angstzuständen nützlich sind”, sagt Rand Teed, ein in Saskatchewan ansässiger Suchtberater und Spezialist für Wissensvermittlung und Prävention auf dem Gebiet Drogen und Alkohol.

Es gibt viele Ursachen für Angst – sie ist eine natürliche physiologische Reaktion auf Stress. Aber Teed sagt, dass manchmal nicht ausrecihend Dopamin in den vorderen Teil des Gehirns fließt, und es dem Menschen dann schwerer fällt, Probleme zu lösen oder Entscheidungen zu treffen. Die daraus resultierende Frustration oder Verwirrung kann in Angst resultieren.

CBD wirkt auf das Endocannabinoid-System, ein kompliziertes System, das durch unser Gehirn und unser Nervensystem verläuft. Die Theorie besagt, dass CBD zur Erleichterung der Konnektivität zwischen beiden beiträgt. Es hat sich auch gezeigt, dass es entzündungshemmende Eigenschaften hat und die Schmerzlinderung unterstützen kann.

Die bisherige Forschung

Eine brasilianische Studie, deren Fokus auf Angst und CBD lag, teilte 57 Männer in vier Gruppen ein. Einigen wurde ein Placebo verabreicht, anderen dagegen 150 ml, 300 ml oder 600 ml CBD. Die Teilnehmer wurden dann angewiesen, eine Rede zu lernen und vor einem Fernsehbildschirm zu verlesen, auf dem sie sich selbst sehen konnten. Die Personen, die 300 ml CBD erhielten, berichteten über einen signifikanten Rückgang ihrer wahrgenommenen Angst. Die übrigen Teilnehmer fühlten keine signifikante Erleichterung ihrer Angst.

“Das ist ein vorläufiger Indikator dafür, dass es dafür einen potenziellen Nutzen gibt”, sagt Teed.

Eine andere Studie konzentrierte sich auf CBD bei Angst und Schlaf. Hierfür wurden 103 erwachsene Patienten in psychiatrischer Behandlung neben ihrer üblichen Behandlung mit CBD behandelt und währenddessern monatlich überwacht. Nahezu alle Teilnehmer erhielten 25 mg CBD in Kapselform. Wenn die Patienten hauptsächlich mit Angstzuständen zu kämpfen hatten, bekamen sie jeden Morgen nach dem Frühstück eine Dosis. Wenn die Beschwerden auf den Schlaf bezogen waren, erhielt der Patient seine Dosis jeden Abend nach dem Abendessen. Eine Handvoll Patienten erhielt höhere Dosen CBD, um mit ihrer spezifischen Vorgeschichte von Trauma oder psychischen Störungen umzugehen. Die Studie ergab, dass die Angstwerte bei den meisten Patienten innerhalb des ersten Monats sanken und über die gesamte Laufzeit der Studie niedriger blieben. Auch die Schlafwerte verbesserten sich innerhalb des ersten Monats, schwankten jedoch im Laufe der Zeit. Die Studie kam zu dem Schluss, dass CBD Vorteile bei angstbezogenen Störungen mit sich bringen könnte, aber mehr kontrollierte klinische Studien erforderlich seien.

Eine weitere Studie untersuchte die derzeit verfügbaren Erkenntnisse aus präklinischen, human-experimentellen, klinischen und epidemiologischen Analysen, die sich auf CBD und angstbezogene Störungen konzentrierten. Sie kam zu dem Schluss, dass insgesamt gesehen die derzeitige Evidenz darauf hinweist, dass CBD als Behandlungsform für eine Reihe von Angststörungen über erhebliches Potenzial verfügt. Allerdings seien weitere Forschungen zu chronischen und therapeutischen Auswirkungen auf Patienten erforderlich. 

Was wird noch kommen?

Welche Schritte sollte also jemand, der unter Angstzuständen leidet, unternehmen, wenn er CBD ausprobieren möchte?

Sprechen Sie mit einem Arzt, um Ihr Produkt- und Behandlungsmöglichkeiten zu erkunden. Zwar lautet die allgemeine Faustregel, dass man beim ersten Konsum von Cannabisprodukten mit wenig beginnen sollte, jedoch birgt der CBD-Konsums kaum Risiken. Dennoch ist es wichtig, einen Arzt über mögliche Kontraindikationen oder Probleme bezüglich Ihres Körpers und Geists zu informieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.